Reusable Learning Objects

„Ein LO (Learning Objekt) ist die kleinste sinnvolle Lerneinheit, in der ein Online-Kurs zerlegt werden kann. Demnach kann ein LO entweder aus ei-nem einzelnen Bild, einer Grafik, einem Text, einer Flash-Animation oder auch aus einer kurzen Anweisung mit einem definierten Lernziel und einem Test zur Lernerfolgskontrolle bestehen“ (Maier-Haefele und Haefele 2002 , S. 17).

Durch das Ergänzen dieser Learning Objekts mit Metadaten und der Kombinierbarkeit zu größeren Kurseinheiten, spricht man von Reusable Learning Objects. Dieser Begriff steht für ein wieder verwendbares Lernobjekt.


Abb. 6: Reusable Learning Objects und der modulare Aufbau von Lerneinheiten

Somit können Lernobjekte, als atomare Informationseinheiten, beliebig kombiniert und in Lernmanagementsystemen oder Content-Management-Systemen genutzt werden. Um diese Widerverwendbarkeit von Lernobjekten zu erreichen, müssen diese mit entsprechenden Metadaten versehen werden. Die Auszeichnung von Lernobjekten mit Metadaten, soll es den Autoren von Kursmaterialien erleichtern, bereits erstellte Lernobjekte zu finden und neu zusammenzustellen. Idealerweise können dadurch ganze Kurse oder Lehrgänge auf existierendem Material aufgebaut werden.

Der Grad der Wiederverwendungsmöglichkeiten hängt dabei von der Granularität der Reusable Learning Objects ab. Das Erstellen von wieder verwendbaren Lernobjekten erfordert spezifische Kenntnisse. Die einzelnen Einheiten sollten in sich als Lerneinheit verstanden werden können. Es ist aber auch zu berücksichtigen, dass die Reusable Learning Objects nicht zwingend in sequenzieller Reihenfolge durchlaufen werden. Um eine hohe Wiederverwendbarkeit von Lernobjekten zu ermöglichen, ist es notwendig die Inhalte weitestgehend von möglichen Kontexten freizustellen (vgl. Wikipedia 2008, Schlagwort: Reusable Learning Objects).

Kontextfreiheit kann erreicht werden durch:

  • neutrale Wortwahl und Sprachstil
  • keine Bezüge zu regionalen Besonderheiten
  • Vermeiden von Referenzen auf zuvor Erwähntes und von anaphorischen Bezügen die aus dem lokalen Kontext weisen
  • expliziten Bezug von verwendeten Fachtermen auf Definitionen in einem separaten Glossar