Wissen und Wissensmanagement

„Wissensmanagement ist im Zuge von umfassenden gesellschaftlichen Umwälzungen entstanden, die unter dem Begriff Wissensgesellschaft zusammengefasst werden können. Damit ging auch eine Transformation im Verständnis von Wissen einher, die ebenfalls den Wissensbegriff im Wissensmanagement prägt“ (Hasler Roumois 2007, S. 14).

Wissen als Arbeitsressource beschäftigt seither nicht nur Unternehmen und Organisationen, auch Disziplinen wie Soziologie, Erkenntnistheorie, Psychologie und Pädagogik setzen sich wissenschaftlich mit dieser Thematik auseinander. Dabei wird deutlich, dass der Begriff Wissensmanagement je nach Handlungsfeld eine eigenständige Bedeutung bekommt. Seitdem die Bezeichnung seit etwa zehn Jahren genutzt wird, sind vier Bereiche auszumachen, in denen Wissensmanagement anzusiedeln ist. Dazu zählt der Einsatz in Organisationen und Unternehmen, Beratungsangeboten, Wissenschaft, sowie Ausbildung und Studium (vgl. ebd. 2007, S. 9).

Es zeigt sich, dass durch Wissen eine neuartige Form der Wertschöpfung stattfindet. Insbesondere mit dem Begriff der Wissensökonomie wird der wirtschaftliche Aspekt von Wissen angesprochen. Mit dem Management der Ressource Wissen soll eine Sicherung der Marktstellung der jeweiligen Unternehmen erfolgen. Dies wird verstärkt durch den globalen Kontext, der in jüngerer Zeit als eigenständige Dynamik wahrgenommen wird. Aber nicht nur die Wirtschaft erkennt die Notwendigkeit von Wissensmanagement, auch in nicht gewinnorientierten Bereichen und im öffentlichen Sektor wird der Bedarf an derartigen Strategien sichtbar.

Um im weiteren Verlauf jedoch einen tieferen Einblick in die Bedeutung von Wissensmanagement vornehmen zu können ist es zunächst notwendig ein einheitliches Verständnis der Begriffe zu schaffen.


Abb. 1: Entwicklung von Wissen und Können