Bildungsmanagement

Bildungsmanagement beschreibt das Steuern und Gestalten von persönlichen, betrieblichen, von sozialen, kulturellen und organisatorischen Entwicklungs-, Qualifizierungs-, und Lernprozessen (vgl. Decker 2000, S. 16). In erster Stelle verbindet man mit dem Begriff Aktivitäten, mit denen Bildungseinrichtungen wie Schulen, Hochschulen, Einrichtungen im Bereich der Erwachsenenbildung und Unternehmen ihre Lehr- und Lernprozesse planen, durchführen und auswerten. „Die meisten Menschen denken beim Wort Management sofort an Führen und Management im Unternehmensbereich. Managen beinhaltet jedoch genauso Selbstmanagement, Management aller Organisationen (z.B. Schulen, Bildungseinrichtungen) sowie von Prozessen und Handlungsabläufen (z.B. Lernprozesse)“ (Decker 2000, S. 11).

Dabei kommen auch verschiedene Managementtheorien und Methoden zum Einsatz. Einen Schwerpunkt stellt dabei das Prozessmanagement, in diesem Fall Bildungsprozessmanagement genannt, dar. Hauptsächlich betrachtet Bildungsmanagement das Initiieren und Gestalten von Lernprozessen innerhalb einer Organisation. Es werden beispielsweise Bildungsbedarfsanalysen und Programmpläne und Evaluationen erstellt. Ein anderer Punkt ist das Bildungsbetriebsmanagement. Dazu gehört die Steuerung und Gestaltung von organisatorischen Rahmenbedingungen und die personelle und finanzielle Ressourcenausstattung einer Bildungseinrichtung. Hier gelten die klassischen Managementbegriffe wie Organisationsentwicklung, Personalmanagement, Marketing (vgl. Wikipedia 2008, Schlagwort: Bildungsmanagement).


Abb. 5: Ausschlaggebende Faktoren bei der Bildungsarbeit


Bildungsmanagement hat in den letzten Jahren auch einen neuartigen Bezug zum Individuum und der Lernzeit bekommen. "Das Konzept Biographie hat in allen Ge-sellschafts- und Geisteswissenschaften Konjunktur. Auch in der Erwachsenenbildung ist biographisches Lernen zu einem zentralen Thema geworden. Es geht dabei darum, sich selbst als Individuum im sozialen und politischen Kontext zu begreifen" (Faulstich/Zeuner 2006 S. 171).