Information

Information ist ein, in vielen Lebensbereichen verwendeter Begriff. Dazu gehören die Naturwissenschaften, die Technik und der Bereich des menschlichen Handelns. In jedem dieser Bereiche erhält der Informationsbegriff eine spezifische Bedeutung. Zunächst also auch hier der Blick ins Lexikon. „(…) Nachricht, Mitteilung, auch Bezeichnung für Daten, besonders wenn diese eine logische, in sich geschlossene Einheit bilden“ (Meyers Lexikon 1999, 5. Band S. 1591).

Der Mensch ist durch den Einsatz von Zeichen in der Lage, Informationen zu übermitteln. Wenn also das Bedürfnis besteht, jemanden etwas zu sagen oder zu zeigen, dann geschieht dies in einem Kommunikationsprozess (Quelle – Sender – Kanal – Botschaft – Empfänger) mit Hilfe von bestimmten Zeichen (vgl. Eco 1977, S. 25).

„Daten entstehen, wenn Zeichen aus einem Zeichenvorrat nach bestimmten Kombinationsregeln (Syntax) zu festen Zeichenverbänden kombiniert werden, z. B. Buchstaben zu Wörtern“ (Hasler Roumois 2007, S. 33).

Während Daten jedoch materiell wahrnehmbar sind und sich somit in Listen, Datenbanken oder auf Rechnern darstellen, multiplizieren und wieder löschen lassen, trifft diese Eigenschaft für Informationen nicht zu. Ausschlaggebend dafür ist nämlich der entsprechende Kontext. Erst wenn die vorhandenen Daten für den Menschen lesbar sind, wenn sie also in einen Kontext gestellt werden können, verwandeln sie sich in eine Information (vgl. ebd., S. 34). Es bedarf also eines erkennenden Subjekts, in der informationswissenschaftlichen Definition wird auch vom erkennenden Empfänger gesprochen, um die Zeichen und Daten in Informationen umzuwandeln.


Der Begriff Information im Allgemeinen unterteilt sich in vier Ebenen. Diese sind Codierung, Syntax, Semantik und Pragmatik. Diese Ebenen steigern sich im Hinblick auf den Bedeutungsgehalt der Information. Die Codierungsebene entspricht der Sichtweise der Nachrichtentechnik, also die Bindung an einen Informationsträger und der damit möglichen Übertragung. Linguistik und die Theorien der formalen Sprachen prägen die Syntaxebene. Durch die semantische Ebene wird die Information verwertbar. Durch das Lesen und Interpretieren bekommt die Information erst eine Bedeutung und die Pragmatik beruht auf den Erkenntnissen der Kognitionswissenschaften, wodurch der Empfänger letztlich in der Lage ist, eine Information in eine Handlung umzuwandeln (vgl. Wikipedia 2008, Schlagwort: Information).

Der Begriff der Informationsgesellschaft bezieht sich unmittelbar auf die in den letzten Jahrzehnten voranschreitende weltweite Vernetzung. Darunter versteht man also eine technologisch hoch entwickelte Industriegesellschaft, deren sozialer Zusammenhang nicht mehr in erster Linie von materieller Produktion, sondern von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien bestimmt wird. Dazu zählen Technologien wie Digitale Datenübertragung, Mobilfunk und Satellitentechnik, die einen beschleunigten Informationsfluss ermöglichen (vgl. Erdmann 2002).