Knowledge Maps

Mit Wissenslandkarten, oder auch Knowledge Maps genannt, bezeichnet man eine grafische Darstellung von Wissen innerhalb von Organisationen. Dazu zählen grafische Verzeichnisse von Wissensträgern, Wissensbeständen, Wissensquellen, Wissensentwicklung, Wissensstrukturen oder Wissensanwendungen. Diese dienen vor allem der Identifikation von Wissen in Unternehmen. Bei dieser Methode wird jedoch ausschließlich der Verweis auf das jeweilige Wissen geliefert. Das Ablegen oder Speichern ist in diesen Systemen nicht vorgesehen.

Ziel ist es, Arbeitsabläufe effektiver zu gestalten. Dies kann erreicht werden, indem komplexe Denkprozesse verkürzt werden. Durch Verweise auf Expertenwis-sen, Teamwissen, Wissensentwicklungsstationen, sowie Fähigkeiten und Abläufe sind einzelne Mitarbeiter in der Lage, die benötigte Information an den betreffenden Stellen abzuholen. Es entsteht eine transparente Wissensstruktur, welche die Nutzung von vorhandenen Wissensbeständen, sowie das Auffinden erleichtert. Interne und externe Ressourcen können rascher erfasst werden. Wissenslandkarten sind also sehr stark mit Listen, beziehungsweise mit einem Stichwortverzeichnis zu vergleichen.

Gegenwärtig wird unterschieden zwischen Wissensträgerkarten, Wissensbestandskarten, Wissensstrukturkarten, Wissensanwendungskarten, sowie Wissensentwicklungskarten.

  • Wissensträgerkarten verweisen auf entsprechende Experten oder Dokumente, die den jeweiligen Themenbereich betreffen. Dabei wird also nicht das eigentliche Wissen dargestellt, sondern nur auf den jeweiligen Wissensträger verwiesen. Diese Wissensträger können sowohl dem Unternehmen angehören oder aus einer externen Quelle kommen. Diese Listen werden auch Yellow Pages genannt.
  • Wissensbestandskarten informieren darüber, wo und vor allem in welcher Form die gesuchten Wissensbestände gespeichert sind. Dadurch erhält der Nutzer Informationen über die Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung. Wissensbestandskarten können aber auch den Status und das Ausmaß von Informationen sichtbar machen. Setzt man die Wissensbestandskarten personenbezogen ein, kann damit die Ressourcenausstattung und ein möglicher Bedarf an Lernangeboten sichtbar gemacht werden.
  • Wissensstrukturkarten zeigen die Beziehungen und Zusammenhänge zwischen einzelnen Wissensbereichen. Damit werden Strukturen sichtbar.
  • Wissensanwendungskarten registrieren, welche Informationen von den jeweiligen Nutzern abgerufen werden. Durch einen Vermerk über den jeweiligen Zeitpunkt der Wissensanwendung kann der Arbeitsprozess dargestellt werden. Dabei wird auch deutlich, welcher Wissensbedarf gegeben ist und welche Wissensträger/Wissensbestände relevant sind.
  • Wissensentwicklungskarten unterstützen die Sammlung von Wissen. In Verbindung mit Wissensbestandskarten wird sichtbar wo Wissensbedarf vorliegt. So können die fehlenden Bestände erstellt, oder recherchiert werden.

Für die Erstellung von Wissenslandkarten ist die Analyse der jeweiligen Nutzerbedürfnissen von besonderer Bedeutung.