Concept Maps

Bei der Erstellung von Concept Maps ist die Vorgehensweise ähnlich wie bei einer Mind Map. Begriffe und deren Beziehungen zueinander werden aufgezeichnet. Ein bedeutender Unterschied ist jedoch ein veränderter Einsatz der Beziehungen. Diese werden benannt und erscheinen in der Karte als eigenständiges Element, wodurch sich die Art des Zusammenhangs spezifiziert. Auf diese Weise kann grafisch dargestellt werden in welchen Beziehungen die Begriffe untereinander stehen (vgl. Nückles/Gurlitt/Pabst/Renkl 2004, S.15 ff.).

Damit verliert auch die zentralistisch angelegte Struktur der Mind Map seine Bedeutung. Bei Concept Maps finden sich keine grafisch dargestellten Hierarchiestrukturen. Für die betrachtende Person lässt sich kein eindeutiges Hauptthema im Zentrum der Map ausmachen. Bei dieser Methode werden vielmehr die komplexen Zusammenhänge einzelner Bereiche sichtbar.

Man unterscheidet zwischen geschlossenen und offenen Verfahren. In einem geschlossenen Verfahren sind sowohl die zu bearbeitenden Begriffe, als auch die verwendbaren Beziehungsarten definiert. Der Anwender ist also nur in der Lage diese in einer logischen Form anzuordnen. Bei offenen Verfahren können die Beziehungen und Begriffe frei gewählt werden (vgl. Nückles/Gurlitt/Pabst/Renkl 2004, S.21 f.).

Concept Maps sind insbesondere dazu geeignet, elaboriertes Wissen über Zusammenhänge in einem Wissensgebiet abzubilden. Durch die intensivere Beschäftigung mit einzelnen Begriffen und Beziehungen verbessert sich die Lernleistung. Außerdem können in den behandelten Themenbereichen eventuelle Wissenslücken rasch diagnostiziert werden. Insbesondere durch die komplexe Anordnung und Verbindung der Begriffe untereinander wird eine vernetzte Denkweise unterstützt (vgl. Nückles/Gurlitt/Pabst/Renkl 2004, S.64).

Diese Form der Kartendarstellung findet Verwendung als Lernmittel zur aktiven Wissenskonstruktion und als Instrument der qualitativen und quantitativen Wissensdiagnose.