Mind Maps
Mit dem Begriff Mind Map wird eine grafische Darstellung bezeichnet, die Schlagwörter zu einem bestimmten Thema sammelt und Beziehungen zwischen verschiedenen Begriffen aufzeigt (vgl. Buzan/Buzan 2002, S. 64 ff.). Dabei befindet sich das zu bearbeitende Thema zentral angeordnet in der Mitte eines Blattes oder einer vergleichbaren Arbeitsoberfläche. Es wird möglichst genau formuliert und kann in Form eines Wortes oder als Bild dargestellt werden. Um dieses Thema herum können dann weitere Unterthemen oder Begriffe angeordnet werden. Durch Linien, in diesem Fall Äste genannt, werden sie miteinander verbunden. Es ist darauf zu achten, dass die Hierarchiestruktur eingehalten wird. Begriffe, die unmittelbar mit dem Hauptthema verbunden werden, nehmen den Stellenwert eines Kapitels ein. Die Verbindung nennt man dabei Hauptast. Weitere Begriffe, die nur indirekt mit dem Hauptthema verbunden sind, also über eines der Kapitel, nennt man Unterkapitel. Somit werden die Informationen ranggerecht dargestellt. Die Äste können zusätzlich mit einem Schlüsselwort versehen werden. Durch diese Vorgehensweise entsteht bereits beim Erstellen von Mind Maps eine vernetzte Struktur.
Die Erstellung derartiger Karten kann durch die Verwendung von Farben und Bildern ergänzt werden. Dadurch wird ein kreativer Denkprozess angestoßen, der Assoziationen zulässt und ein schnelleres Erfassen der jeweiligen Inhalte ermöglicht.

Abb. 9: Mind Map zum Thema Urlaub
Mit dieser Methode entsteht die Möglichkeit, unübersichtliche Sachtexte zu strukturieren. Aber auch für andere Einsatzbereiche kann die Mind Map hilfreich sein. In Vorträgen, zur Planung und Organisation unterschiedlicher Arbeitsprozesse, oder zur strukturierten Aufbereitung von Prüfungswissen. Somit ist die Methode des Mind Mapping in Bildungsbereichen der Wirtschaft und der Wissenschaft als kreative Arbeitsmethode zu finden (vgl. Buzan/Buzan 2002, S. 273).
Die übersichtliche Anordnung der semantischen Struktur des Wissens ermöglicht eine stabile Erinnerbarkeit über lange Zeiträume. Dies kann im Aufbau einer Mind Map zusätzlich gefördert werden, indem einem Ast nicht mehr als 7 Unteräste zugeordnet werden. Somit lässt sich der Inhalt systematisch erfassen und die optische Erscheinung prägt sich ein.
Inzwischen findet man auch mehrere Softwarelösungen für das Erstellen von Mind Maps. Diese Programme erleichtern die Verwaltung der Informationen zusätzlich, da im Gegensatz zu den herkömmlichen Darstellungen auf Papier, das spätere Umstrukturieren und nachträgliche Ändern möglich ist. Außerdem wird durch eine digitale Mind Map die Einsatzmöglichkeit in signifikanter Weise verbessert. Verweise auf andere Dateien, weitere Mind Maps, oder Internetquellen bereichern diese Methode. Unter den Softwareangeboten sind sowohl kommerzielle Angebote, als auch frei erhältliche Open-Source-Produkte zu finden.

Abb. 10: Mind Map in Form einer Open-Source-Software